Unterhaltung

⌈Rezension⌋ Julia Bohndorf: Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten

10. Mai 2022

Buchinfos

Titel: Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten

Autor: Julia Bohndorf

Genre: Unterhaltung

Verlag: KopfKino-Verlag Thomas Dellenbusch

Erschienen: 25. Juli 2016

Seitenanzahl: 116 Seiten

Preis: 2,99 € e-book / 6,95 € Taschenbuch / 5,54 € Hörbuch


Inhalt

Humorvoller Zickenkrieg zweier Leipziger Rentnerinnen. Aus der Reihe KOPFKINO IN SPIELFILMLÄNGE, ideal für unterwegszwischendurch oder zum vorlesen:

Erna Meyer und Thea Rohde verbindet nicht nur die gemeinsame Schulzeit, sondern auch der Streit um einen Mann, der ihre Freundschaft zerstörte. Sechzig Jahre lang pflegen sie diese Rivalität, und bei jedem Klassentreffen geraten sie aneinander.

Für das anstehende diamantene Treffen wird um die Begleitung durch einen Enkel gebeten, doch weder Erna noch Thea haben Enkelkinder. Als sie sich bei einer zufälligen Begegnung in der Stadt gegenseitig mit ihren sehr erfolgreichen, jedoch erfundenen Enkeln zu übertrumpfen versuchen, nimmt das Unheil seinen Lauf …


Meine Meinung

Der Kopfkino-Verlag hat viele sehr schöne Kurzromane in seinem Programm. So auch das Buch “Von echten Puppen, bitteren Pillen und erfundenen Paten”. Das Buch ist mit seinen 116 Seiten und seinen kurzen Kapiteln super dazu geeignet, die Wartezeiten in der Bahn oder beim Arzt unterhaltsam zu überbrücken.

Ok, nun aber zum eigentlichen Buch. Die Geschichte ist wirklich lustig erzählt. Sie lässt sich sehr flüssig lesen und der Schreibstil von Julia Bohndorf ist dabei schön angenehm.

Ich finde, man kann sich auch gut in sie hineinversetzen. Wahrscheinlich hat jeder schon mal so eine Situation erlebt, in der man eine Person, die man nicht so mag, einfach übertreffen wollte und zeigen wollte, dass man in irgendetwas besser ist. Solche Dinge werden ja auch durchaus öfter gerne mal als Grundlage für einen Film oder ein Buch herangezogen – zu recht wie ich finde. Und besonders Klassentreffen sind Momente, bei denen so etwas, glaube ich, des Öfteren tatsächlich so passiert.

Gleichzeitig habe ich aber auch etwas Mitleid empfunden. Auch wenn alles sehr lustig dargestellt ist, tat es mir doch leid, dass zwei Menschen, in einem solchen Alter, immer noch so rivalisch denken. Der Spaß, den das Buch zu bieten hat, überwiegt aber eindeutig. Es gab einige Stellen, an denen ich gar nicht anders konnte, als loszulachen.

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